Mama im Wandel – Frieden mit der Vergangenheit zum Wohl deines Kindes

Warum ist es wichtig, als Mutter mit der eigenen Vergangenheit Frieden zu schließen? Wie kann frau damit beginnen? Das und mehr hat uns Nadine erzählt, die selbst Mutter ist und nicht immer mit sich im Reinen war. Erfahre außerdem mehr über ihr Projekt “Mama im Wandel”, wie Nadine dir mit deiner Vergangenheit helfen könnte und wie schön es sein kann, Mutter zu sein.

 

Wer bist du und was machst du?

Ich bin Nadine, 33 Jahre alt, in erster Linie selbst Mama, Frau, Pädagogin, Erziehungs- und Entwicklungsberaterin, Gründerin von „Mama im Wandel“ und dem Onlinekurs „Mama im Flow Kraftkurs“, verliebt ins Leben und zutiefst dankbar.

Das war nicht immer so, denn meine eigene Kindheit schmücken nicht nur schöne Erinnerungen und schon recht früh wusste ich, was ich als Mama einmal anders machen möchte. Das „Wie“ entwickelte sich im Laufe der Jahre.

Wie sehr mich meine eigene Kindheit prägte und Worte sich in die kleine Kinderseele brennen, erfuhr ich besonders in den letzten 6 Jahren, in denen ich mich intensiv mit mir selbst und meiner Vergangenheit auseinandersetzte.

Im letzten Jahr habe ich mich dazu entschieden dem Ruf meines Herzens zu folgen und meine Berufung zu leben. So entstand „Mama im Wandel“ und mein Onlinekurs. In meinem Kurs unterstütze und begleite ich Mamas dabei, Frieden mit ihrer eigenen Kindheit und Vergangenheit zu schließen, für ein freies und selbstbestimmtes Leben. Um ihrem Kind eine liebevolle, geborgene & sichere Kindheit zu ermöglichen.

Wie würdest du dich in drei Worten beschreiben?

Empathisch, liebevoll, einfühlsam

 

Worum geht es bei „Mama im Wandel“?

Bei „Mama im Wandel“ geht es darum, dass vor allem wir Frauen, spätestens dann mit Erinnerungen und Erfahrungen aus unserer eigenen Kindheit konfrontiert werden, wenn wir selbst zum ersten mal Mama werden.

Um dann nicht alleine zu sein und jemanden an ihrer Seite zu wissen, die sie versteht, unterstützt und bestärkt, bin ich da.

Denn, wir müssen nicht die Glaubenssätze und Muster unserer Eltern übernehmen, ganz im Gegenteil. Wir dürfen reflektieren und völlig frei und selbstbestimmt, unser Leben und Familienleben gestalten, wie es zu uns passt.

Das muss von außen nicht schön aussehen, nein, es sollte sich im Innen gut anfühlen.

Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass eine eigene schwierige Kindheit, nicht gleichzeitig eine schwierige Zukunft bedeutet und dass es sich immer lohnt, sich auf die Reise zu sich selbst zu begeben.

Es geht um Vergebung, Akzeptanz, Resilienz, unser inneres Kind, Selbstfürsorge, Visionen, Achtsamkeit, Bewusstsein, Wertschätzung, Dankbarkeit, …, kurzum, es geht darum unseren Fokus auf das Positive in unserem Leben zu richten.

Es geht darum, dass wir unser Leben selbst in der Hand haben und wir uns dieses, so kreieren dürfen, wie wir es uns wünschen.

Jede Frau, jede Mama, hat das Recht auf ein selbstbestimmtes und freies Leben und darauf, dass es ihr gut geht!

Das sollten wir uns unbedingt bewusst machen.

 

Wie ist die Idee dazu entstanden?

Die Idee dazu entstand schon während meines Studiums zur Erziehungs- und Entwicklungsberaterin und aufgrund meiner eigenen Geschichte.

Damals war mir allerdings noch nicht klar wie ich meine Ideen einmal umsetzen möchte und werde. Im letzten Jahr fokussierte ich mich auf die Umsetzung und „Mama im Wandel“ ist das Ergebnis.

Es ist so elementar uns gut um uns selbst zu sorgen und unerlässlich für eine liebevolle und friedvolle Mutterschaft.

Die Idee dazu, Mamas online zu begleiten kam mir, als ich selbst schwanger war und einen Hypnobirthing Online-Kurs besuchte. Die freie Zeiteinteilung, völlige Flexibilität und Ortsunabhängigkeit überzeugte mich und gefiel mir so gut. Gerade für uns Mamas ist es so entgegenkommend, dass Haus nicht verlassen zu müssen und uns dem Kurs dann zu widmen, wenn wir Zeit dazu finden.

Mit den wöchentlichen Onlinetreffen und einer geschlossenen WhatsApp Gruppe, ist jede Mama in meinem Kurs dennoch nicht alleine und wir stehen im ständigen Austausch, wenn sie das möchte.

Für die Zukunft plane ich noch weitere Projekte.

 

Was ist Deiner Meinung nach der erste Schritt, um Frieden mit der Vergangenheit schließen zu können?

Zu den ersten Schritten zählt für mich zunächst definitiv Mut. Denn häufig ist fehlender Mut oder sogar Angst, einer der Hauptgründe dafür, warum wir uns nicht auf etwas neues einlassen können. Ich spreche da aus eigener Erfahrung. 😉 Wenn wir also mutig den ersten Schritt wagen um WIRKLICH etwas zu verändern, dann ist das schon wahnsinnig wertvoll.

Mindestens genauso wichtig wie Mut, empfinde ich die Akzeptanz. Unsere Vergangenheit gehört zu uns, zu unserem Leben, doch sie bestimmt uns und unsere Zukunft nicht!

Wenn wir das verstehen, akzeptieren und verinnerlichen, dann lenkt uns unsere Vergangenheit nicht mehr und wir verlassen unsere „Opferrolle“.

Diese beiden ersten Schritte bedarf es meiner Meinung nach, um den Prozess in Gang zu setzen.

 

Welchen Tipp, welches Tool oder welches Konzept würdest du Frauen/Müttern unbedingt ans Herz legen, um für ihr Kind gefestigter im Leben zu stehen und sich nicht mehr so sehr von ihrer Vergangenheit beeinflussen zu lassen?

Für mich ist die innere Kind Arbeit absolut unverzichtbar und von elementarer Bedeutung, wenn es darum geht, seine Vergangenheit loszulassen.

Unser sogenanntes inneres Kind, steht für die Prägungen und Überzeugungen aus unserer eigenen Kindheit. Es steht für unsere eigenen, unbewussten Erinnerungen und Erfahrungen. Und es beeinflusst noch heute unser Denken, Handeln und Fühlen.

Natürlich gibt es nicht nur negative Prägungen, sondern auch viele schöne und positive, doch diese bereiten uns keine Schwierigkeiten.

Oft begegnen wir dann zum ersten mal unserem inneren Kind, wenn ein Problem auftaucht. Als Mutter ist das häufig dann der Fall, wenn wir uns in unserer Mutterrolle noch nicht zu 100% wohlfühlen oder wenn wir unserem Kind gegenüber immer wieder unkontrolliert reizbar sind. Jede einzelne von uns trägt ihr inneres Kind in sich, welches nur darauf wartet wieder beachtet und liebevoll an die Hand genommen zu werden. Die innere Kind Arbeit ist auch ein wichtiges Thema in meinem Leben und vor allem auch in meiner Arbeit.

Es ist unumgänglich uns mit uns selbst auseinanderzusetzen. Um nachhaltig etwas zu verändern, dürfen wir ins TUN kommen.

 

Welche Rolle hat Dein Kind gespielt in Deinem Prozess zu einem dankbaren, liebevollen Leben?

Als meine Tochter geboren wurde, glaubte ich, schon ziemlich viel über das Leben erfahren zu haben. Doch diese bedingungslose Liebe, die sie mich fühlen lässt, habe ich noch nie zuvor empfunden und ist mit nichts auf dieser Welt zu vergleichen. Natürlich liebe ich auch meinen Mann, doch diese Liebe, zwischen einer Mutter und ihrem Kind ist anders, besonders, magisch. Das haben mir auch viele andere Mütter schon bestätigt.

Ich spüre diesen starken Beschützerinstinkt in mir, den nur meine Tochter auslösen kann und sie ist die größte Motivation für mich, weiterhin auf meinem Weg zu bleiben.

Wie oft schon haben wir Tränen gelacht und unser gesamtes Gesicht hat vor lachen geschmerzt. Wir können so wahnsinnig viel von unseren Kindern lernen, wenn wir uns nur darauf einlassen. Ich gehe inzwischen (meistens) noch viel bewusster, achtsamer und langsamer durch den Alltag und ich bin so unsagbar dankbar für unser wundervolles, gesundes und fröhliches Mädchen.

Wir dürfen unsere Vergangenheit loslassen, denn nur so, haben wir beide Hände frei.

Für uns und unser(e) Kind(er).

 

Was ist deine Vision?

Ich träume davon, dass möglichst jedes Kind eine liebevolle, geborgene und vor allem sichere Kindheit erleben darf. Eine sichere Kindheit, frei von jeglicher Gewalt!

Ich glaube fest daran, dass eine gestärkte Mutter, eine glückliche Mutter ist.

Frieden mit der eigenen Kindheit und Vergangenheit zu schließen, ebnet den Weg in eine liebevolle und friedvolle Mutterschaft.

Was für persönliche Erfahrungen hast du mit dem Zusammenhang von körperlicher und mentaler Gesundheit gemacht?

Es ist absolut wichtig, dass wir auf unsere mentale Gesundheit und unsere Gedanken genauso achten, wie auf unseren Körper.

Was passieren kann, wenn wir vergangene Erinnerungen und Erfahrungen einfach verdrängen, uns im Außen ablenken und mental nicht gut für uns sorgen, spürte ich selbst im Jahr 2013.

Während dieser Zeit litt ich unter einer Angststörung und Panikattacken.

Den Weg daraus fand ich, indem ich endlich anfing gut für mich selbst zu sorgen. Ich meditierte, machte Yoga, arbeitete intensiv mit meinem inneren Kind und tat mir mental selbst gut. Das ist nur ein kleiner Auszug dessen, was ich alles unternahm.

Schritt für Schritt fand ich meinen Weg in ein bewussteres, achtsameres und befreites Leben.

 

Wie nimmst du den Zusammenhang von der Gesundheit der Mutter und des Kindes wahr?

Schon während der Schwangerschaft entsteht ein starkes Band zwischen Mutter und Kind und ich glaube, dass unsere Babys bereits im Mutterleib viel mehr miterleben, als man vielleicht annimmt.

Allein diese Tatsache ist doch bereits ein Grund, gut für sich zu sorgen.

Es geht nicht darum in einer Seifenblase zu leben. Unser Leben ist immer im Fluss und es gibt auch Zeiten, die weniger angenehm sind, dass gehört zum Leben dazu. Doch ich denke, dass Selbstfürsorge eine ganz große Rolle spielt. Eine Mutter die gut für sich selbst sorgt, kann gut für ihr Kind sorgen.

 

Wenn du jeder Frau etwas mitteilen könntest, was wäre das?

Erschaffe Dir selbst die Basis für Dein freies und selbstbestimmtes Leben!

Schließe Frieden mit Deiner Vergangenheit und Du ebnest Dir selbst den Weg in Deine liebevolle und friedvolle Mutterschaft.

Das wünsche ich Dir, aus tiefstem Herzen.

Alles LIEBE,

Nadine


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